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LEADER 2014 – 2020


Nordrhein-Westfalen
Schwerpunkte für Leader

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© Europäische Union

LEADER ist ein Förderprogramm, mit dem die Europäische Union und das Land Nordrhein-Westfalen regionale und lokale Projekte unterstützen. Ziel ist es, ländliche Gemeinden gemeinsam mit den Bürgern vor Ort zu gestalten und weiterzuentwickeln. LEADER steht für „Liaison entre actions de développement de l´économie rurale“, auf Deutsch: Verbindung zwischen Aktionen zur Entwicklung der ländlichen Wirtschaft.

Das EU-Programm LEADER existiert seit 1991 und ist Teil des NRW-Programms „Ländlicher Raum“. Es wird aus dem Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER) finanziert. Die aktuelle Förderperiode 2014 – 2020 beginnt mit der Auswahl der LEADER-Regionen, die die inhaltlichen Schwerpunkte der neuen Förderperiode umsetzen.


Steckbrief

Förderberechtigte

  • Natürliche und juristische Personen sowie Personengemeinschaften des öffentlichen und privaten Rechts in Leader-Regionen,
  • Gemeinden, Landkreise und Körperschaften des öffentlichen Rechts, soweit sie Aufgaben im öffentlichen Interesse wahrnehmen,
  • Lokale Aktionsgruppen (LAG),
  • Förderung nur möglich bei einer Einwohnerzahl der Leader-Region zwischen 40.000 und 150.000 Einwohnern,
  • Mindestens Gemeindegebiete von drei Kommunen müssen beteiligt sein.

Förderbereiche

  • Konzeption und Umsetzung lokaler Entwicklungsstrategien,
  • Regional abgestimmte Entwicklungskonzepte unter intensiver Bürgerbeteiligung („Bottom-Up“),
  • Regionale Kooperationsprojekte zur gebietsübergreifenden Zusammenarbeit,
  • Aufwendungen für LEADER-Aktionsgruppen.

Konditionen

Die Bezuschussung beträgt jeweils maximal 65 Prozent der zuwendungsfähigen Kosten. Der maximale Zuschussbetrag pro Projekt beträgt 250.000 Euro.

Laufende Kosten der LAGs, einschließlich der Kosten für Sensibilisierung können bis zu 20 Prozent der öffentlichen Gesamtausgaben für die lokale Entwicklungsstrategie von der Gemeinschaft bezuschusst werden.

Rechtsgrundlage

Richtlinie über die Gewährung von Zuwendungen zur Förderung einer integrierten ländlichen Entwicklung

Antragstellung

Die Antragsunterlagen sind über die jeweilige LAG, bei der Bezirksregierung Münster, Dezernat 33, einzureichen

 

In den ländlichen Räumen sollen

  • Impulse zur eigenständigen, nachhaltigen Regionalentwicklung gegeben,
  • endogene Entwicklungspotenziale zur Entfaltung gebracht,
  • regionale Handlungskompetenzen gestärkt,
  • isolierte, bestehende Entwicklungsansätze gebündelt,
  • Entwicklungshemmnisse erkannt und beseitigt sowie
  • insgesamt Beiträge geleistet werden, die Herausforderungen der ländlichen Räume zu meistern.

Zielsetzungen sind dabei:

  • die ländlichen Räume als Wirtschafts-, Lebens- und Erholungsraum zu stärken,
  • die im ländlichen Raum lebenden Menschen weiter zu qualifizieren, Armut zu bekämpfen und den sozialen Zusammenhalt und die wirtschaftliche Entwicklung zu fördern sowie
  • die natürlichen Lebensgrundlagen, die Biodiversität und das Natur- und Kulturerbe zu erhalten, zu regenerieren und langfristig zu sichern.

LEADER-Regionen

LEADER-Region sind regionale Zusammenschlüsse in ländlich strukturierten Gebieten mit mehr als 40.000 Einwohnern bis maximal 175.000 Einwohnern. Die Regionen gehören zur Gebietskulisse des NRW-Programms „Ländlicher Raum“. Einzelne Ortschaften dürfen dabei eine Einwohnerzahl von 30.000 nicht überschreiten. Die Region muss sich aus mindestens drei Kommunen zusammensetzen. Einzelne Leader-Regionen dürfen sich nicht überschneiden. 

Auswahl der LEADER-Regionen

Die Bundesländer führen die EU-Förderprogramme in Deutschland durch. Sie haben Programme zur Entwicklung ihrer ländlichen Räume auf der Basis der Förderrichtlinien des ELER erarbeitet. Diese Programme beinhalten auch einen LEADER-Ansatz.

Nordrhein-Westfalen ermittelt – wie die meisten Bundesländer – die LEADER-Regionen durch einen Wettbewerb. Die Auswahl geeigneter Regionen und Entwicklungsstrategien erfolgt dabei auf der Grundlage der für die Förderperiode festgelegten Förderbedingungen und Auswahlkriterien. Die Auswahlentscheidung für die aktuelle Förderperiode wird nach derzeitigen Planungen im zweiten Quartal 2015 getroffen.

Lokale Aktionsgruppen

Jede LEADER-Region muss eine sogenannte lokale Aktionsgruppe (LAG) einrichten. Sie ist dafür verantwortlich, die regionale Entwicklungsstrategie umzusetzen. Die LAG ist so zu organisieren, dass sie Träger von Rechten und Pflichten sein kann, zum Beispiel als Verein.

Darüber hinaus hat sie in Bezug auf Zusammensetzung, Organisation und Struktur verschiedene Anforderungen zu erfüllen. So müssen die LAG und deren Mitglieder im Gebiet ansässig beziehungsweise im Falle überregionaler Organisationen in ihrer Aufgabenwahrnehmung im Gebiet besonders engagiert sein. Auf Ebene der Entscheidungsfindung und Projektauswahl stellen Wirtschafts- und Sozialpartner mindestens 51 Prozent der stimmberechtigten Mitglieder. Einzelne Interessengruppen dürfen nicht mit mehr als 49 Prozent der Stimmrechte vertreten sein.

Entwicklungsstrategien

Der LEADER-Entwicklungsprozess erfolgt auf der Grundlage einer regionalen Entwicklungsstrategie. Die Entwicklungsstrategie beinhaltet im Wesentlichen:

  • Festlegung und Abgrenzung des Gebietes und der Bevölkerung, die von der Entwicklungsstrategie umfasst werden,
  • Beschreibung der Methodik der Erarbeitung der regionalen Entwicklungsstrategie,
  • Situative Beschreibung der wirtschaftlichen, räumlichen, sozialen und natürlichen Ausgangslage der Region,
  • Analyse des Entwicklungsbedarfes und des Potenzials des Gebietes,
  • Entwicklungsziele,
  • Beschreibung der Entwicklungsstrategie,
  • Aktionsplan zur Veranschaulichung der Umsetzung und Operationalisierung der Ziele in Maßnahmen,
  • Beschreibung der Verwaltungs- und Monitoringvorkehrungen zur Strategie sowie eine Beschreibung der speziellen Vorkehrung für die Selbstevaluierung (Struktur und Eignung der LAG),
  • Finanzierungskonzept.

Für alle regionalen Entwicklungsstrategien gelten unter anderem folgende Eckpunkte:

  • Die räumliche Abgrenzung der Regionen sind nicht die Verwaltungsgrenzen. Vielmehr zeichnen sich die Gebiete durch ihre Einheitlichkeit in naturräumlicher, wirtschaftlicher und sozialer Hinsicht aus.
  • Die lokale Entwicklungsstrategie entspricht insbesondere den Vorgaben der ELER-Verordnung und der zugehörigen Durchführungsverordnung.
  • Die Ziele der Entwicklungsstrategie bauen auf den Stärken und Schwächen des Gebiets auf.
  • Die lokale Entwicklungsstrategie wird von den Gebietskörperschaften mitgetragen.
  • Es besteht eine regionale öffentliche Beteiligung.
  • Ausdrücklich erwünscht ist es, Synergien zu anderen europäischen Fonds (wie EFRE und ESF) sowie anderen nationalen Förderprogrammen (wie beispielsweise der Städtebauförderung) zu realisieren.

Änderungen in der neuen Förderperiode

Das Land Nordrhein-Westfalen hat den LEADER-Ansatz gegenüber der vorangegangenen Förderperiode deutlich ausgeweitet. Die Anzahl hat sich auf bis zu 24 Regionen erhöht. Die Förderung erfolgt in drei Größenklassen. Eine wesentliche Neuerung ist, dass das Land NRW die nationale Kofinanzierung übernimmt.

LEADER-Regionen im Regierungsbezirk Münster

Leader-Regionen

© Bezirksregierung Münster

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Für die neue Förderperiode gibt es im Regierungsbezirk Münster fünf LEADER-Regionen, die durch das für die Ländliche Entwicklung und Bodenordnung zuständige Dezernat 33 begleitet werden:

Rechtsvorschriften

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