Förderung

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Förderung vor Ort


Projektbeispiele Wirtschaft, Arbeitsmarkt

Produktionshalle von oben

© industrieblick/Fotolia

Die folgenden Projekte sind Beispiele für die erfolgreichen Förderprojekte im Bereich Wirtschaft und Arbeitsmarkt, die im Regierungsbezirk mit finanzieller Unterstützung der Europäischen Union, dem Bund und dem Land NRW realisiert werden. Die Projektbeispiele vermitteln jedoch nicht nur einen Eindruck von den vor Ort umgesetzten Projekten, sie können auch Anregungen für eigene Projektideen bieten.


Ehemalige Schachtanlage Schlägel & Eisen 3/4/7 revitalisiert

Projektdaten

© Bezirksregierung Münster

Die Revitalisierung der Fläche der ehemaligen Schachtanlage Schlägel und Eisen 3/4/7 in Herten steht beispielshaft für Bergbaunachfolgeprojekte im nördlichen Ruhrgebiet. Gefördert wird die Aufbereitung und Erschließung des circa 19 Hektar großen Geländes. Mit der Maßnahme schafft die Stadt Herten neue Gewerbeflächen, hauptsächlich für Gewerbebetriebe mit 15 oder mehr Mitarbeitern. Damit reagiert die Stadt auf die hohe Nachfrage des mittelständischen Gewerbes nach kleinteilig geschnittenen Ansiedlungsflächen.

Die Region ist darauf angewiesen, dass sie Altindustriestandorte nutzbar macht. Denn es ist in der gesamten Region aus regionalplanerischen Gründen kaum möglich, neue Gebiete auf der grünen Wiese auszuweisen.

Die circa19 Hektar große Fläche gliedert sich in einen Teil mit erhaltenswerten Bestandgebäuden und einen Teil, der für eine weitgehend restriktionsfreie Neubebauung zur Verfügung steht. Hier sollen sich kleine und mittlere Unternehmen aus der Region ansiedeln.

Zunächst wurden vorlaufende Arbeiten und Gutachten auf der Fläche durchgeführt. Im Anschluss begann mit dem offiziellen Spatenstich im Mai 2013 die Bauphase. Den Abschluss der Maßnahme haben die Projektträger zum Jahresende 2015 geplant.

Revitalisierung der ehemaligen Schachtanlage Schlägel & Eisen 3/4/7

Revitalisierung der ehemaligen Schachtanlage Schlägel & Eisen 3/4/7 © Uta Toegemann

Demografiefeste Planung

Die Maßnahme ist eines der ersten Projekte, das die mittelständische Wirtschaft demografiefest gestalten will. Die Fläche „Schlägel & Eisen“ profiliert sich damit als Modellgebiet für Gewerbebetriebe, die sich der demografischen Entwicklung in besonderer Art und Weise stellen. Das Vorhaben gilt als eines der Impulsprojekte in der Region.

Durch die Revitalisierung des Standortes sollen sich mehr als 40 mittelständische Unternehmen ansiedeln. Und zwar solche Betriebe, die eine große Bereitschaft zeigen, sich mit den Folgen des demografischen Wandels auseinanderzusetzen und davon zu profitieren. Hierzu sollen die Betriebe Beratungsangebote bündeln, die sie bei der Bewältigung demografischer Problemstellungen unterstützen. Neben Angeboten zur Gesundheitsvorsorge sollen sie auch Konzepte erarbeiten, die die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ermöglichen.

Regionales Wirtschaftsförderungsprogramm

Die Förderung der Maßnahme erfolgt nach dem Regionalen Wirtschaftsförderungsprogramm Infrastrukturrichtlinie des Landes Nordrhein-Westfalen und wird aus Mitteln der Bund-Länder-Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ gefördert.


Das Nano-Bioanalytik-Zentrum Münster

Das Nano-Bioanalytik-Zentrum (NBZ) ist ein Spezialgebäude, in dem kleine und mittlere Unternehmen (KMU) innovative Methoden und Geräte für die Nanobioanalytik entwickeln. Das Zentrum ist am 18. Februar 2013 in Münster eröffnet worden.

Das NBZ richtet sich an Firmen, die Produkte, analytische Methoden und Geräte zur Charakterisierung von Nanomaterialien in biologischen Proben entwickeln. Alleinstellungsmerkmal für das NBZ ist ein Biomedizinisches Technologiezentrum der Medizinischen Fakultät der Universität Münster. Es unterstützt die Nutzer unter anderem mit Marktanalysen neuer Produkte und als Forschungspartner.

In ihren Biologie-, Physik- und Chemielaboren können die Unternehmen spätestens zum Ende der Projektlaufzeit auf Spezialgeräte im Wert von 6,5 Millionen Euro auf Mietbasis zugreifen.

Im NBZ sollen bis zu 100 neue Arbeitsplätze entstehen. Über die bisher abgeschlossenen Mietverträge wurden 50 neue Arbeitsplätze geschaffen.

Das Nano-Bioanalytik-Zentrum stärkt Münster

Das Nano-Bioanalytik-Zentrum stärkt Münster als Wissenschaftsstandort in Europa © Martin Rühle/NBZ GmbH

Das 9,7 Millionen Euro teure Gebäude bildet einen Meilenstein in der Entwicklung des Nanobiotechnologie-Standorts Münster. Es ergänzt den benachbarten Wissenschaftspark. Zu dem gehören das CeNTech, der Technologiehof, das European Institute for Molekular Imaging (EIMI) und das Max-Planck-Institut für Molekulare Biomedizin.

So profitieren die anwendungsorientierten Firmen im NBZ sowie nano- und biotechnologische Forschungseinrichtungen, Betriebe, Hochschulen und Kliniken gegenseitig voneinander. Dadurch wird die Wertschöpfungskette im Nanobioanalytik-Cluster Münster geschlossen und die führende Position Nordrhein-Westfalens in der Nanobiotechnologie, sowohl auf nationaler als auch auf internationaler Ebene, gestärkt.

Das NBZ ist eine beispielgebende Einrichtung für die Landesstrategie Fortschritt.NRW. Denn im Zentrum wird transdisziplinär geforscht, also zwischen den Disziplinen und auch direkt mit Praktikern. Hier sollen kleine und mittelständische Unternehmen soweit unterstützt werden, dass sie aus der Forschung in den Markt hineingehen können.

Die Arbeit des NBZ leistet somit einen wesentlichen Beitrag dafür, dass der Lückenschluss zwischen Medizin und Lebenswissenschaften einerseits sowie Nanotechnologie und Analytik andererseits auch in der Praxis gelingt.

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