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Regierungspräsidentin Dorothee Feller (l.) überreicht den Förderbescheid an Münsters Oberbürgermeister Markus Lewe (r.) © Bezirksregierung Münster


30.04.2018
Bezirksregierung fördert Installation von Gerhard Richters Foucaultschen Pendel mit 100.000 Euro

Münster. Regierungspräsidentin Dorothee Feller hat heute (30. April) aus dem Fördertopf des nordrhein-westfälischen Ministeriums für Kultur und Wissenschaft einen Förderbescheid über 100.000 Euro für die Installation des von Gerhard Richter gestalteten Foucaultschen Pendels an Münsters Oberbürgermeister Markus Lewe überreicht.

Kirche in der Fußgängerzone

Die frühbarocke Dominikanerkirche in Münster. © Presseamt/MünsterView

Der weltweit bekannte Maler, Bildhauer und Fotograf Gerhard Richter schenkt der Stadt Münster sein Kunstwerk Foucaultsches Pendel, das die Erd­rotation abbildet. Mit der Dominikaner­kirche an der Salzstraße in Münster wurde ein idealer Ort für die Installation gefunden. Das Pendel wird in der 29 Meter hohen Kuppel der Kirche realisiert. Dies ist dem Künstler eine Herzens­angelegenheit.

„Dieses Geschenk bedeutet einen unschätzbaren Gewinn für den Kulturstandort Münster und die gesamte Region. Die Dominikanerkirche wird damit zu einer der bedeutendsten Kunststätten erhoben“, freute sich Regierungspräsidentin Dorothee Feller den Förderbescheid übergeben zu können.

„Diese Unterstützung des Landes nehme ich für die Stadt Münster mit großer Freude entgegen. Ich weiß, dass die Münsteranerinnen und Münsteraner schon vor der Installation des Foucaultschen Pendels von Gerhard Richter die Arbeit in ihr Herz geschlossen haben und ungeduldig auf die Öffnung der Dominikanerkirche warten“, so Oberbürgermeister Markus Lewe.

Mit den finanziellen Mitteln werden die Herrichtung der Räumlichkeiten, die Installation sowie die Betriebskosten gefördert. Das Kunstwerk soll für die profanierte Dominikanerkirche, die sich im Besitz der Stadt Münster befindet, auch einen Impuls als Ort der Begegnung setzen.

Das Pendel besteht aus einer 35 Kilogramm schweren Messingkugel, die an einem Stahlseil hängt und über einer Natursteinplatte rotieren wird. Die Platte mit einem Durchmesser von vier Metern wird an der Stelle des früheren Altars angebracht. Die Bewegungen des Pendels sollen durch vier sechs Meter hohe farbige Glasflächen reflektiert und intensiviert werden.

Die Pendelkonstruktion von Leon Focault aus dem 19. Jahrhundert ist historisch und wissenschaftlich gesehen ein Meilenstein auf dem Weg zur Moderne. Die Versuchsanordnung macht die sonst unsichtbare Erdrotation sichtbar. Diese Tatsache wollte die Gesellschaft des 19. Jahrhundert trotz der Arbeiten von Galileo Galilei und Issac Newton nicht anerkennen.

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