Gesundheit, Krisenmanagement

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Gesundheit, Krisenmanagement an Schulen


COPSOQ

Belastung am Arbeitsplatz

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Mit Hilfe des COPSOQ (Copenhagen psychosozial Questionnaire) wurde im Schuljahr 2013/2014 an allen öffentlichen Schulen im Regierungsbezirk Münster, durch Erlass des Ministeriums, eine Befragung zur psychosozialen Arbeitssituation von Lehrkräften durchgeführt.

Die Befragung dient der Vorbereitung der personenbezogenen Gefährdungsbeurteilung.

Das Ministerium für Schule und Weiterbildung (MSW), die Hauptpersonalräte aller Schulformen und die Hauptvertrauenspersonen der Schwerbehinderten haben sich hinsichtlich des Verfahrens zur Beurteilung der psychosozialen Faktoren auf diesen standardisierten Fragebogen geeinigt.

Die Freiburger Forschungsstelle für Arbeits- und Sozialmedizin (FFAS) wurde vom MSW beauftragt die Befragung in NRW durchzuführen.

Das Verfahren

Das Verfahren dient der Erhebung der psychosozialen Belastungen und Beanspruchungen von Lehrkräften im Rahmen der personenbezogenen Gefährdungsbeurteilung. Erfasst werden die Bereiche der Anforderungen (zum Beispiel quantitative und emotionale), Einfluss und Entwicklungsmöglichkeiten, Sozialen Beziehungen und Führung, Belastungsfolgen (zum Beispiel Arbeitszufriedenheit, Burnout, Kognitiver Stress), Schulspezifika (zum Beispiel Störungen im Unterricht, Lärm und Stimmbelastungen) und weitere Aspekte wie Vertrauen und Gerechtigkeit, Arbeitsplatzunsicherheit.

Nach Ausfüllen des online-Fragebogens erhält jede Lehrkraft eine individuelle Auswertung (Direktfeedback) und kann somit sofort erkennen, wo die eigenen Werte im Vergleich zum Durchschnitt aller befragten Lehrkräfte liegen.

Der anonymisierte Schulbericht zeigt die Durchschnittswerte des Kollegiums im Vergleich zu anderen Schulen und Berufsgruppen. Diese Ergebnisse bilden die Basis für die Beurteilung der Arbeitssituation der einzelnen Schule und für gegebenenfalls erforderliche Maßnahmen im Sinne eines gesundheitserhaltenden und gesundheitsförderlichen Arbeitens.

In einem abschließenden Gesamtbericht werden die Durchschnittswerte aller befragten Lehrkräfte des Regierungsbezirks unter soziodemografischen Aspekten miteinander verglichen. So wird zum Beispiel analysiert werden, ob einzelne Belastungen und Beanspruchungen älterer Lehrkräfte sich gegenüber denen von jüngeren unterscheiden oder ob es unterschiedliche Werte im Vergleich von Männern und Frauen oder Gymnasial- und Grundschullehrkräften gibt.

Auswertung

Das COPSOQ-Verfahren wurde bereits in Baden-Württemberg und Bremen an allen Schulen durchgeführt. Nach dem Regierungsbezirk Düsseldorf war Münster der zweite Regierungsbezirk in NRW, der an dem Verfahren teilgenommen hat. Die bisherigen Ergebnisse zeigen, dass es zwar keine wesentlichen Unterschiede in den Gesamtergebnissen befragter Lehrkräfte gibt, wohl aber im Vergleich einzelner Schulen. So kann insgesamt festgestellt werden, dass Lehrkräfte, ob in Baden-Württemberg, Bremen oder Nordrhein-Westfalen, beispielsweise im Bereich der emotionalen Anforderungen stärker belastet sind als andere Berufsgruppen. Die emotionalen Belastungen können jedoch an einer einzelnen Schule sehr hoch und an einer anderen eher niedrig beurteilt werden.

Im Januar 2014 erhielten die Schulen des Regierungsbezirks Münster ihre Schulberichte und im Verlauf des zweiten Schulhalbjahres wurde für der Bezirksregierung der Gesamtbericht für Münster vorgelegt.

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