Schüler vor der Tafel

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Inklusion


Sonderpädagogischer Förderbedarf nach AO-SF

AO-SF

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Ein Verfahren zur Überprüfung des sonder­pädagogischen Förder­bedarfs richtet sich nach der Ver­ordnung über die sonderpädagogische Förderung, den Haus­unterricht und die Schule für Kranke (Ausbildungs­ordnung sonder­pädagogische Förderung – AO-SF) vom 29. April 2005 zuletzt geändert durch Ver­ordnung vom 29. September 2014. Hier­nach kann ein Verfahren für Schülerinnen und Schüler beantragt werden, wenn die Förder­möglichkeiten der allgemeinen Schule aus­ge­schöpft sind (vgl. AO-SF § 12 Abs. 2).

Eine Sonder­päda­gogische Förderung ist in folgenden Förder­schwerpunkten möglich:

  • Lernen
  • Sprache
  • Emotionale und soziale Entwicklung
  • Hören und Kommunikation
  • Sehen
  • Geistige Entwicklung
  • Körperliche und motorische Entwicklung

Im Sinne inklusiver Bildung findet die sonder­pädagogische För­derung in der Regel in der allgemeinen Schule statt. Die Eltern können abweichend hiervon auch die Förder­schule als Förder­ort wählen (vgl. AO-SF § 1 Abs. 1).

Verfahren zur Feststellung

Die Erziehungs­berechtigten stellen über die allgemeine Schule einen Antrag auf Eröffnung des Ver­fahrens an die zuständige Schul­auf­sichts­behörde. Die Schule kann in besonderen Aus­nahme­fällen auch einen Antrag an die Schul­aufsicht richten (vgl. AO-SF § 12 Abs. 1). Nach Eröffnung des Ver­fahrens werden eine sonder­pädagogische Lehr­kraft und eine Lehr­kraft der allgemeinen Schule mit der Er­stellung eines Gutachtens beauftragt. In diesem werden sonder­pädagogischer Förder­­bedarf und entsprechende Förder­­möglich­keiten erörtert und abschließend benannt. Das Gutachter­team informiert die Erziehungs­berechtigten über den Ablauf des Verfahrens. Gegebenenfalls werden weitere Fachgutachten und/oder ein schul­ärztliches Gutachten beauftragt. Die Entscheidung über eine sonder­pädagogische Unter­stützung und die Förder­schwer­punkte trifft letzt­lich die Schul­aufsichts­behörde. Sie informiert die Eltern, lädt sie zu einem Gespräch ein und schlägt bei vorliegendem Unter­stützungs­bedarf mindestens eine allgemeine Schule vor, an der ein Angebot des Ge­meinsamen Lernens eingerichtet ist oder auf Wunsch der Eltern auch eine Förderschule (vgl. AO-SF § 13 Abs. 1–6).

Die Fachstelle AO-SF in der Bezirksregierung Münster

Im Oktober 2014 wurde in Zusammenarbeit aller schulfachlichen Dezernate der Bezirksregierung Münster die Fachstelle AO-SF eingerichtet und dem Dezernat 41 (Förderschulen und Grundschulen) angegliedert. In der Fachstelle AO-SF arbeiten Sonderpädagoginnen und -pädagogen und Lehrkräfte aus den allgemeinen Schulen. Folgende Aufgabenstellungen werden in der Fachstelle AO-SF bearbeitet:

  • Konzeptionelle Arbeit
    • Entwicklung der „Handreichung AO-SF“
    • Entwicklung von Formularen
    • Leitung verschiedener Arbeitsgruppen
    • Entwicklung von Fortbildungsinhalten
    • Unterstützung verschiedener Gremien innerhalb der Schulabteilung der Bezirksregierung
  • Inhaltliche und fachliche Prüfung der bei der Bezirksregierung eingehenden
    • Anträge sowie
    • Gutachten zum Verfahren nach der AO-SF
  • Beratung im Hinblick auf Fragestellungen rund um das Verfahren nach AO-SF von
    • Eltern
    • Schulleitungen
    • Lehrkräften
    • sonstigen Institutionen
  • Unterstützung der Schulaufsichten in Belangen des Verfahrens nach AO-SF
  • Zusammenarbeit mit dem regionalen Fortbildungszentrum der Bezirksregierung Münster, Stift Tilbeck, bei der Entwicklung von Weiterbildungsinhalten in Bezug zum Verfahren nach AO-SF
  • Statistik und Evaluation

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