Privatschulen

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Privatschulen, Kinder beruflich Reisender


Montessorischulen, Waldorfschulen

Schüler auf dem Schulhof

© Christian Schwier/Fotolia

Die Schulabteilung der Bezirksregierung Münster bearbeitet die Aufgaben, die sich aus der Privatschulfreiheit der Art. 7 GG und 8 LV NRW ergeben. Schulen in privater Trägerschaft sind Ersatzschulen, wenn sie in ihren Bildungs- und Erziehungszielen im Wesentlichen denen der öffentlichen Schulen entsprechen. Die Ersatzschulen haben insoweit auch das Recht, mit gleicher Wirkung wie öffentliche Schulen Zeugnisse zu erteilen, Abschlüsse zu vergeben und Prüfungen abzuhalten.

Montessorischulen

Zu diesen Ersatzschulen zählen auch die Montessorischulen der unterschiedlichsten Schulformen. Diese Schulen verwirklichen den reformpädagogischen Ansatz der Maria Montessori, welche bereits Anfang des 20. Jahrhunderts mit dem Grundgedanken „Hilf mir, es selbst zu tun” den offenen Unterricht und die Freiarbeit experimentell als didaktische Techniken unter besonderer Einbeziehung auch von behinderten Kindern eingesetzt hat.

Sonderregelungen gelten für Ersatzschulen, die besondere pädagogische Reformgedanken verwirklichen. Diese Privatschulen können als Ersatzschulen eigener Art genehmigt werden; ihnen steht das zuvor benannte Berechtigungswesen nicht zu.

Waldorfschulen

Privatschulen eigener Art sind zurzeit im Bereich der Bezirksregierung Münster ausschließlich die Waldorfschulen. Die Waldorfschulen gehen zurück auf den pädagogischen Ansatz des Rudolf Steiner. Die durch ihn begründete Pädagogik auf der Grundlage der ebenfalls von ihm entwickelten anthroposophischen Weltanschauung wurde ebenfalls Anfang des 20. Jahrhunderts erstmalig in der Betriebsschule der Waldorf-Astoria-Zigarettenfabrik verwirklicht.

Zu den Aufgaben der Bezirksregierung zählen die Genehmigung, die Finanzierung und die staatliche Schulaufsicht über die Ersatzschulen.

Das Genehmigungsverfahren für Ersatzschulen richtet sich nach § 101 SchulG, insbesondere auch nach den Regelungen der Ersatzschulverordnung (ESchVO).

Für die Finanzierung genehmigter Ersatzschulen stellt die Ersatzschulfinanzierungsverordnung (FESchVO) die maßgebenden Regelungen auf.

Umfang und Einzelheiten der Schulaufsicht der staatlichen Schulaufsicht (§ 104 SchulG) werden in der ESchVO präzisiert. Im Rahmen der Schulaufsicht werden auch Unterrichtsgenehmigungen für Lehrkräfte an Ersatzschulen gemäß § 102 SchulG erteilt. Mit der Unterrichtsgenehmigung wird in der Regel gleichzeitig eine Zusage für die Refinanzierung der Personalkosten der Lehrkräfte erteilt.

Sie erhalten weitere Informationen im Bildungsportal des Ministeriums für Schule und Weiterbildung. Soweit Sie Interesse am Besuch einer privaten Schule haben, können Sie sich bei folgenden Institutionen informieren:

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