Schulrecht

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Anerkennung von Bildungs- und Berufsnachweisen


Anerkennung der Fachhochschulreife

Die volle Fachhochschulreife wird in der Regel erworben durch einen schulischen und einen praktischen Teil in Form eines entsprechenden Praktikums oder einer mindestens zweijährigen Berufsausbildung.

a.) schulischer Teil

Der schulische Teil der Fachhochschulreife muss durch ein Abschluss- oder Abgangszeugnis nachgewiesen werden. Er kann regelmäßig erworben werden

  • in einem erfolgreich beendeten Bildungsgang der zweijährigen Berufsfachschulen an den Berufskollegs,
  • in einem Bildungsgang der gymnasialen Oberstufe an Gymnasien, Gesamtschulen, Weiterbildungskollegs oder Berufskollegs nach den jeweiligen Vorgaben der Ausbildungs- und Prüfungsordnungen APO-GOSt/APO-WbK oder APO-BK.

b.) praktischer Teil

Zusätzlich zum schulischen Teil muss zum Erwerb der Fachhochschulreife eine fachpraktische Vorbildung nachgewiesen werden.

Nach der zweijährigen Berufsfachschule des Berufskolleg (zum Beispiel Fachrichtung Wirtschaft und Verwaltung Höhere Handelsschule) kann die volle Fachhochschulreife durch eine mindestens zweijährige Berufsausbildung nach Bundes- oder Landesrecht oder eines einschlägigen einjährigen/halbjährigen Praktikums erworben werden.

Schülerinnen und Schüler, die die gymnasiale Oberstufe nach der Jahrgangsstufe 11 oder 12 (BK) verlassen und damit den schulischen Teil ihrer Fachhochschulreife erworben haben, erlangen die volle Fachhochschulreife erst dann, wenn Sie die Ableistung des praktischen Teils der Fachhochschulreife nachweisen können.

Der praktische Teil der Fachhochschulreife kann erfüllt werden durch:

  • eine abgeschlossene Berufsausbildung oder,
  • ein einjähriges gelenktes Praktikum.

Die Vorschriften über das einjährig gelenkte Praktikum sind in der Praktikum-Ausbildungsordnung für das einjährig gelenkte Praktikum zum Erwerb der Fachhochschulreife sowie die Zuständigkeiten für die Zuerkennung der Fachhochschulreife (Runderlass des Ministeriums für Schule und Weiterbildung vom 11.12.2006) geregelt.

Die Bezirksregierung stellt zusammenfassenden Bescheinigungen aus für Bewerber, die den schulischen Teil in der gymnasialen Oberstufe erworben haben und für einige Altfälle". Bewerber aus dem Bereich des Berufskollegs erhalten erforderliche Bescheinigungen in der Regel von ihrem Berufskolleg.

Die Ausstellung von Bescheinigungen über die Fachhochschulreife durch die Bezirksregierungen erfolgt nur noch für die Zulassung zum Studium in anderen Bundesländern. Innerhalb von NRW können sich die Bewerber aus NRW direkt an die Fachhochschulen wenden.

Sofern Sie eine Bescheinigung von der Bezirksregierung Münster benötigen, reichen Sie bitte nachstehen Unterlagen ein:

  • formloses Anschreiben,
  • beglaubigte Kopie des Zeugnisses schulischer Teil,
  • Nachweis über den praktischen Teil,
  • nur für Bewerber aus anderen Bundesländer (siehe unten): Bescheinigung der Schulbehörde über die Zuerkennung der FHR im anderen Bundesland.

Die Bearbeitungszeit der Anträge umfasst in der Regel circa zwei Wochen. 

c.) Bildungsnachweise anderer Bundesländer

Als Nachweis der Fachhochschulreife zur Studienaufnahme in NRW werden von der Bezirksregierung Münster die Bildungsabschlüsse aus den Ländern Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Hostein geprüft.

Bildungsabschlüsse aus anderen Bundesländern werden jeweils von den Bezirksregierungen in Arnsberg, Detmold, Düsseldorf oder Köln bearbeitet.

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