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Wasserschutzgebiete und Festsetzungsverfahren

Schild Wasserschutzgebiet

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Oberstes Ziel der öffentlichen Wasser­versorgung ist die ausreichende und langfristig gesicherte Versorgung der Menschen mit Trinkwasser in hochwertiger Qualität. Von besonderer Bedeutung ist daher der flächendeckende Schutz der Gewässer. Im Einzugsbereich von Wassergewinnungsanlagen sowie in sehr sensiblen Bereichen, ist außerdem der örtliche Grundwasserschutz zu berücksichtigen.

Um die unersetzlichen Grundwasservorkommen vor schädigenden Einwirkungen zu schützen, setzt die Bezirksregierung Wasserschutzgebiete nach § 51 WHG, ergänzt durch §§ 14, 15 LWG, fest. Die Wasserschutzgebiete gewährleisten eine angemessen hohe Schutzstufe.

Eine Wasserschutzgebietsausweisung verbietet Handlungen, die sich nachteilig auf die Gewässer auswirken können, oder erklärt diese für eingeschränkt zulässig. Dies betrifft zum Beispiel Düngung oder bauliche Anlagen. Die schutzgebietsspezifischen Verbots- und Genehmigungstatbestände der einzelnen Wasserschutzgebiete können den erlassenen Wasserschutzgebietsverordnungen entnommen werden. Auf Antrag erteilen die unteren Wasserbehörden Genehmigungen und versehen diese mit entsprechenden Auflagen.

Kooperation zwischen Wasserwirtschaft und Landwirtschaft

Darüber hinaus arbeiten Wasserversorger und Landwirte in freiwilliger Kooperation am Gewässerschutz. Hierbei werden Kriterien entwickelt, die gerade in landwirtschaftlich intensiv genutzten Bereichen des Regierungsbezirkes dazu beitragen,

  • die Grundwasserqualität,
  • die Oberflächenwasserqualität infolge diffuser Eintragspfade und
  • die Gewässerbewirtschaftung

zu verbessern.

Die Führung dieses Maßnahmenprogramms liegt bei der Landwirtschaftskammer.

Zuständigkeit der Bezirksregierung

Wenn sich die bewilligte Entnahmemenge einer Wassergewinnungsanlage auf mehr als 600.000 Kubikmeter pro Jahr beläuft, sind in Nordrhein-Westfalen die Bezirksregierungen für das Festsetzungsverfahren von Wasserschutzgebieten zuständig.

Ein Antrag ist hierfür nicht erforderlich. Die Bezirksregierung führt gemäß § 150 LWG das förmliche Verfahren von Amts wegen durch. Das Festsetzungsverfahren ist dabei unabhängig von einem vorhergehenden Wasserrechtsverfahren, mit dem Grundwasserentnahmen bewilligt wurden.

Als fachliche Grundlage der Festsetzung von Wasserschutzgebieten gilt jeweils der Stand der Technik. Er ist aufgeführt in den Arbeitsblättern des Deutschen Vereins des Gas- und Wasserfaches e. V. (DVGW):

  • DVGW-Arbeitsblatt W 101 – Richtlinien für Trinkwasserschutzgebiete; Teil 1: Schutzgebiete für Grundwasser,
  • DVGW-Arbeitsblatt W 102 – Richtlinien für Trinkwasserschutzgebiete; Teil 2: Schutzgebiete für Talsperren.

Die Festsetzung erfolgt durch ordnungsbehördliche Verordnungen der Bezirksregierung.

Öffentliche Auslegung

Pläne und Entwürfe der Verordnung werden vorab in den betroffenen Gemeinden öffentlich ausgelegt. Dies gibt allen Betroffenen die Möglichkeit, sich über das Verfahren zu informieren und ihre Belange mitzuteilen.

Festgesetzte Wasserschutzgebiete im Regierungsbezirk Münster

Mit einem Klick auf die Karte erhalten Sie eine Übersicht über die im Regierungsbezirk Münster befindlichen Wasserwerke, Wasserschutzgebiete, Verordnungen sowie deren Gültigkeit. Dabei sind die Wasserwerke nach Kreiszugehörigkeit sortiert. Für die Wasserschutzgebiete Ibbenbüren-Lehen (WTL), Ostbevern, Tannenbültenberg und Warendorf sind die unteren Wasserbehörden zuständig.

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