Zwei Reiter auf Reitweg

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Umwelt und Natur


Bau und Unterhaltung von Reitwegen, Reitabgabe

Feldweg mit Hinweisen

© mitifoto/Fotolia

Die Bezirksregierung als höhere Naturschutzbehörde verwaltet die Mittel aus der Reitabgabe für den Regierungsbezirk. Sie erstattet damit Kosten für den Bau und die Unterhaltung von Reitwegen.

Zur Zahlung der Reitabgabe sind alle Reiterinnen und Reiter gesetzlich verpflichtet, die ihre Pferde in der freien Landschaft oder im Wald reiten. Wer ohne gültige Reitplakette im Gelände reitet, handelt ordnungswidrig und muss mit einer Geldbuße rechnen.

Reiter Plakette

© Bezirksregierung Münster

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Das Reitkennzeichen besteht aus je zwei kleinen gelben Plastiktafeln. Auf ihnen sind eine Nummer und das Kfz-Kennzeichen­kürzel des jeweiligen Kreises beziehungsweise der kreisfreien Stadt aufgedruckt. Auf diese Kennzeichen wird die farbige Reitplakette aufgeklebt. Das Kennzeichen wird einmalig angeschafft. Die Reitplaketten, die auf die Kennzeichen geklebt werden, müssen jedes Jahr neu erworben werden – quasi als Ausreitlizenz. Die Farbe der Plakette wechselt in jedem Jahr. Die Kennzeichen müssen bei jedem Ausritt gut sichtbar am Pferd mitgeführt werden. Die Kreise und kreisfreien Städte als untere Naturschutzbehörden geben die Reitkennzeichen und die Reitplaketten aus.

Höhe der Reitabgabe

Die Reitabgabe im Regierungsbezirk beträgt inklusive der Verwaltungsgebühren pro Pferd im Jahr:

  • Reitkennzeichen mit Jahresplaketten (Erstantrag):
    39,50 Euro (bei privater Nutzung); davon Reitabgabe: 25,00 Euro,
    89,50 Euro (bei gewerblicher Nutzung); davon Reitabgabe 75,00 Euro.
  • Jahresplaketten (Folgeantrag):
    30,50 Euro (bei privater Nutzung); davon Reitabgabe: 25,00 Euro,
    80,50 Euro (bei gewerblicher Nutzung); davon Reitabgabe: 75,00 Euro.

Verwendung der Reitabgabe

Mit den Geldern aus der Reitabgabe werden Reitwege angelegt und unterhalten. Außerdem werden sie für etwaige Entschädigungszahlungen verwendet, für Schäden, die Reiter verursachen.

Die Einnahmen sind zweckgebunden und fließen nicht in den Kreis- oder Landeshaushalt. Die unteren Naturschutzbehörden erheben sie und führen sie an das Land ab. Für jeden Regierungsbezirk verwaltet die höhere Naturschutzbehörde bei der Bezirksregierung die in ihrem Bezirk eingenommenen Mittel und bewilligt Gelder für beantragte Reitwegeprojekte. Durch Zusammenfassung der Einnahmen auf Ebene der Bezirke ist es möglich, auch aufwendigere Projekte zu realisieren. Viele Kreise und kreisfreien Städte könnten mit den jährlich erzielten eigenen Einnahmen nur wenige kleine Maßnahmen auf ihrem Gebiet umsetzen. Die höhere Naturschutzbehörde kann jedoch ebenfalls nur in dem Umfang Gelder für entsprechende Projekte zur Verfügung stellen, wie Einnahmen aus der Reitabgabe erzielt werden. In den letzten Jahren wurden im Regierungsbezirk Münster jeweils circa 150.000 Euro Reitabgabe pro Jahr eingenommen.

Prominente Beispiele dafür, wie Mittel im Regierungsbezirk verwendet werden, sind die angelegte Regionale Reitroute im Kreis Warendorf, der Integrative Reitweg im Kreis Steinfurt und viele Reitwege im Bereich der Haard oder der Hohen Mark. Aber auch kleinere Projekte werden aus der Reitabgabe finanziert. Dazu gehört es zum Beispiel, einen Reiterhof an bereitbare Wege anzuschließen oder bestehende Reitwege instand zu halten.

Reitwegeförderung

Die Kosten für den Bau oder die Unterhaltung von Reitwegen, die bei Städten und Gemeinden, Kreisen und Landesdienststellen entstehen, werden auf Antrag aus der Reitabgabe erstattet. Für Maßnahmen, die durch den Pferdesportverband Westfalen e. V. und die Vereinigung der Freizeitreiter und -fahrer in Deutschland e. V., Landesverband Nordrhein-Westfalen (VFD) oder ihre Mitgliedsvereine durchgeführt werden, gelten die „Richtlinien über die Gewährung von Zuwendungen aus Mitteln der Reitabgabe für die Anlage und Unterhaltung von Reitwegen“.

Die Anträge werden von den Verbänden bei der unteren Naturschutzbehörde des jeweiligen Kreises oder der kreisfreien Stadt eingereicht. Diese leiten sie dann an die höhere Naturschutzbehörde weiter.

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Telefax: +49 (0)251 411-2525

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