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Regierungspräsident Klenke besucht ChemSite

"Netzwerke im Ruhrgebiet sind wichtig für den wirtschaftlichen Erfolg"

Regierungspräsidenten Prof. Dr. Reinhard Klenke

Regierungspräsidenten Prof. Dr. Reinhard Klenke

Münster / Marl. Die Bedeutung der Emscher-Lippe-Region als einen der wichtigsten Chemiestandorte Deutschlands ließ sich jetzt Regierungspräsident Prof. Dr. Reinhard Klenke bei einem Besuch der ChemSite-Initative in Marl erläutern. Die Initiative wurde 1997 zusammen mit Partnern aus der chemischen Industrie, dem Land Nordrhein-Westfalen, den Kommunen in der Region, der Bezirksregierung Münster sowie weiteren Partnern aus Politik, Wirtschaft und öffentlicher Hand als „Private-Public-Partnership“ mit Modellcharakter gegründet. Die ChemSite-Initiative will die Chemie-Industrie insbesondere im Ruhrgebiet fördern, Investoren anziehen und damit Arbeitsplätze erhalten sowie neue schaffen.

Dr. Joerg Marth, Leiter der ChemSite-Initiative, betonte, dass die Chemieindustrie einer der größten Arbeitgeber und wesentlicher Wirtschaftsfaktor im Ruhrgebiet ist. "Die Bezirksregierung Münster ist uns immer ein verlässlicher Partner gewesen. Wir würden uns freuen, wenn Sie uns weiter dabei unterstützen, attraktive Rahmenbedingungen zu schaffen und die Zukunft dieser Branche in unserer Region zu sichern."

Regierungspräsident Prof. Dr. Klenke war beeindruckt von der ChemSite, der es offensichtlich gelungen ist, alle für den wirtschaftlichen Erfolg der Chemieindustrie wichtigen Partner des (nördlichen) Ruhrgebiets an einen Tisch zu bringen. "Ich finde es gut, dass dies eine wirklich gemeinsame Initiative dieser Region ist, bei der Unternehmen, Wissenschaft und Politik an einem Strang ziehen und ihre Kräfte bündeln. Alle Partner arbeiten hier vorbildlich zusammen um den regionalen Strukturwandel zu erreichen. Solche Netzwerke im Ruhrgebiet sind sehr wichtig."

Auch der umfangreich betriebenen Förderung von Bildung und Qualifizierung im Bereich Chemie und Natur- und Ingenieurwissenschaften zollte Klenke seine Anerkennung. ChemSite Mitglieder stellten dem Regierungspräsidenten unter anderem ein erfolgreiches Projekt zur Förderung junger, anfänglich nicht ausbildungsfähiger Schulabgänger vor, das unter dem Titel "Start in den Beruf" inzwischen schon zu einem in der Praxis sehr bewährten Modell geworden ist. Allein am Standort Marl erhielten dadurch bisher 282

Schulabgänger ohne Ausbildungsplatz die Möglichkeit, dennoch den Einstieg ins Berufsleben zu finden. Seit Anfang November sammeln erneut 50 junge Menschen in Marl während der kommenden acht Monate ihre ersten beruflichen Erfahrungen in den Bereichen Metall, Chemie und Elektronik. Zunehmend zeigen Klein- und Mittelständische Betriebe aus dem Umkreis des Chemieparks Interesse an der Start-Maßnahme, um aus den Absolventen ihren eigenen Azubi-Nachwuchs zu rekrutieren.

Wie die Ausbilder berichteten, konnten aus der letzten Maßnahme über 90 Prozent der Teilnehmer inner- und außerhalb des Chemieparks in Ausbildung vermittelt werden.

18.11.2011

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