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Krankenhäuser


Krankenhausplanung und Krankenhausaufsicht

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Im Regierungsbezirk Münster gibt es 54 Krankenhäuser: Allgemeinkrankenhäuser, Fachkrankenhäuser für Psychiatrie und Fachkrankenhäuser mit anderen Spezialgebieten sowie das Universitätsklinikum Münster (UKM). Damit stehen der Bevölkerung mit rund 2,6 Millionen Menschen im Bezirk rund 18.500 Krankenhausbetten zur Verfügung.

Für die Krankenhausplanung ist die Bezirksregierung Münster zuständig. Hierbei wird festgelegt, wo und mit welchen Abteilungen und Kapazitäten ein Haus in den Krankenhausplan des Landes aufgenommen wird.

Krankenhausplanung

Die Krankenhausplanung erfolgt nach dem Krankenhausgestaltungsgesetz des Landes Nordrhein-Westfalen (KHGG NRW) und bezieht sich auf die Fortschreibung des Krankenhausplans NRW im Zuständigkeitsbereich der Bezirksregierung Münster.

Für die Zwecke der Krankenhausplanung ist Nordrhein-Westfalen in 16 Versorgungsgebiete aufgeteilt. Zum Regierungsbezirk Münster zählen die Versorgungsgebiete 8 und 9. Dem Versorgungsgebiet 8 gehören die kreisfreien Städte Bottrop und Gelsenkirchen sowie der Kreis Recklinghausen (Emscher-Lippe Region) an, dem Versorgungsgebiet 9 die kreisfreie Stadt Münster sowie die Kreise Borken, Coesfeld, Steinfurt und Warendorf.

Der Krankenhausplan weist den Stand und die vorgesehene Entwicklung der für eine ortsnahe, bedarfsgerechte, leistungsfähige und wirtschaftliche Versorgung der Bevölkerung erforderlichen Krankenhäuser und Ausbildungsstätten aus. Er besteht aus den Rahmenvorgaben und den regionalen Planungskonzepten. Momentan befindet sich das Land NRW in dem Prozess, den Krankenhausplan als Rahmenplan neu zu gestalten. Wie jeder Plan stellt auch der Krankenhausplan eine Perspektive dar. Die qualitativen und quantitativen Festlegungen sollen bis Ende des Jahres 2015 umgesetzt sein.

Für die Neuaufstellung und Fortschreibung der Rahmenvorgaben ist die jeweilige Landesregierung zuständig. Die Rahmenvorgaben enthalten nach § 13 KHGG NRW die Planungsgrundsätze und Vorgaben für die notwendigen aufeinander abzustimmenden Versorgungsangebote nach ihrer regionalen Verteilung, Art, Zahl und Qualität. Sie sind Grundlage für die Festlegungen in den regionalen Planungskonzepten.

Das Land NRW hat für den Krankenhausplan 2015 neue Rahmenvorgaben am 23.7.2013 verabschiedet. Als wesentliche Änderungen sind neben der Berücksichtigung internationaler Qualitätsstandards drei neue qualitative Akzente zu nennen:

  • das Strukturkonzept zur Sicherung hochwertiger geriatrischer Versorgung
  • das Konzept zur integrierten psychiatrischen und psychosomatischen Versorgung und
  • das Strukturkonzept für die Versorgung gefährdeter Frühgeborener.

Die quantitativen Rahmenvorgaben passen sich den neuen Planungsgesichtspunkten an: In den Gebieten Neurologie, Geriatrie und Psychiatrie/Psychosomatik ist eine deutliche Kapazitätserhöhung vorgesehen.

Die Errechnung der Bettenkapazitäten erfolgt in der Somatik nach Pflegetagevolumen und in der Psychiatrie/Psychosomatik nach Pflegetagevolumen und/oder Einwohnerzahl.

Grafik

© Bezirksregierung Münster

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Zu Verhandlungen über regionale Planungskonzepte können Krankenhausträger, die Verbände der Krankenkassen sowie die Bezirksregierung und das Ministerium für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter (MGEPA) des Landes Nordrhein-Westfalen auffordern.

Gegenstand der regionalen Planungskonzepte ist nach § 14 KHGG NRW vor allem die Vereinbarung von Angebotsstrukturen und Bettenkapazitäten. Auch die Schließung oder der Aufbau von Abteilungen oder Modellvorhaben können verhandelt werden.

Die regionalen Planungskonzepte werden auf der Grundlage der Rahmenvorgaben des Landes von den Krankenhausträgern und Krankenkassenverbänden gemeinsam sowie gleichberechtigt erarbeitet. Die umliegenden Krankenhäuser werden an dem Verfahren beteiligt. Das so entstandene regionale Planungskonzept wird der Bezirksregierung zur Prüfung und Bewertung vorgelegt. Danach hört das Ministerium für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter des Landes Nordrhein-Westfalen die an der Krankenhausplanung Beteiligten an und entscheidet abschließend.

Die Bezirksregierung legt daraufhin die neue Struktur des Krankenhauses per Bescheid fest. Damit ist das Krankenhaus mit der im Feststellungsbescheid beschriebenen Struktur Bestandteil des Krankenhausplans NRW.

Die Krankenkassen sind bei diesen sogenannten Plankrankenhäusern verpflichtet, bei Vorliegen von stationärer oder teilstationärer Behandlungsbedürftigkeit die aus der Versorgung im Krankenhaus resultierenden Kosten zu tragen. Ferner können Plankrankenhäuser Investitionsmittel des Landes erhalten.

Die Bezirksregierung Münster ist ebenfalls für die Krankenhausförderung zuständig.

Krankenhausaufsicht

Die Bezirksregierung hat als obere Aufsichtsbehörde die Rechtsaufsicht über die Krankenhäuser nach § 11 Krankenhausgestaltungsgesetz des Landes Nordrhein-Westfalen (KHGG NRW). Die Aufsicht erstreckt sich unter anderem auf die Einhaltung der Vorgaben der Feststellungsbescheide und des Versorgungsauftrags und auf die Einhaltung der Hygienevorschriften und sonstiger Vorschriften, die das Krankenhaus betreffen. Auch Patientenbeschwerden werden im Rahmen der Rechtsaufsicht bearbeitet. Die Zuständigkeit für Beschwerden, die individuelle medizinische Sachverhalte betreffen, beispielsweise vermutete oder nachgewiesene Behandlungsfehler, liegt bei der Ärztekammer Westfalen-Lippe.

Krankenhausstandorte im Regierungsbezirk Münster

Klicken Sie auf den jeweiligen Kreis oder die kreisfreie Stadt in der Karte und Sie erhalten eine Übersicht der Krankenhausstandorte der Kreise beziehungsweise der kreisfreien Städte.

karte karte Kreis Borken Stadt Bottrop Kreis Coesfeld Stadt Gelsenkirchen Münster Kreis Recklinghausen Kreis Steinfurt Kreis Warendorf

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