Schüler vor der Tafel

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Inklusion


Unterstützungssysteme für Inklusion

Papierschiffchen

© Sascha Bergmann/Fotolia

Durch differenzierte Unterstützungssysteme begleitet die Bezirksregierung Münster den Prozess der Inklusion auf der Grundlage des Schulgesetzes und der neuen Erlasse und Verordnungen. Die vielfältigen Angebote und Projekte werden in Abstimmung mit dem Regionalen Fortbildungszentrum für Inklusion organisiert.

Die Unterstützung betrifft

  • die Vorbereitung der Schulen und einzelner Lehrkräfte auf das Unterrichten und Erziehen in inklusiven Systemen,
  • die Sicherstellung der sonderpädagogischen Fachlichkeit in den Lern- und Entwicklungsstörungen,
  • die Möglichkeiten der Unterrichtsgestaltung in den Unterrichtsfächern,
  • sowie weitere Projekte wie die Kooperation am Gymnasium und die Hospitationsschulen.

Die Bezirksregierung Münster koordiniert die Angebote mit den Kompetenzteams der Region, den Inklusionsmoderatoren und den Schulämtern der Städte und Kreise.


Vorbereitung der Schulen des Gemeinsamen Lernens

Mit Hilfe von Modulfortbildungen „Auf dem Weg zur Inklusion“ im Stift Tilbeck steigen Teams der Einzelschule in den Schulentwicklungsprozess ein. Diese mehrtägigen Veranstaltungen behandeln folgende Themen:

  • Gemeinsames Lernen als Motor der Schulentwicklung,
  • Unterrichtsgestaltung und Differenzierung, Strukturen, Rituale, Möglichkeiten und Stolpersteine,
  • Teamarbeit mit ihren Möglichkeiten und Grenzen,
  • diagnostische Verfahren und ihre Einbindung in das schulinterne Lern- und Entwicklungskonzept.

Die Inhalte der Fortbildung sind mit den Kompetenzteams koordiniert, so dass der weitere Prozess in der Schule sehr individuell umgesetzt und begleitet werden kann.


Unterstützung in den Förderschwerpunkten

Mit Schulleitungen, dem Zentrum für Lehrerbildung und erfahrenen Lehrkräften werden Handreichungen entwickelt, die den aktuellen Stand der Diskussion darstellen.

Handreichung zur Bilanzierung der Fachlichkeit im Förderschwerpunkt

Die Umsetzung eines inklusiven Schulsystems geht mit maßgeblichen Veränderungen einher und stellt für alle im schulischen Bereich beteiligten Personen und Institutionen eine große Herausforderung dar. Damit im Zuge dessen zentrale Qualitätsstandards sonderpädagogischer Förderung nicht verloren gehen, ist eine Bilanzierung der sonderpädagogischen Fachlichkeit notwendig.

Die Handreichung zur „Bilanzierung der Fachlichkeit im Förderschwerpunkt emo­tionale und soziale Entwicklung″ stellt den Beginn eines umfassenden Arbeitsprozesses dar. Aus der Praxis heraus, unter Einbeziehung von Lehrkräften, die im Gemeinsamen Lernen tätig sind, sollen im nächsten Schritt weitere praxisrelevante Hilfestellungen zusam­mengestellt werden. Diese müssen fortlaufend den neuen Bedingungen angepasst und ergänzt werden.

Handreichungen

Leitfaden zur Umsetzung des inklusiven Bildungsauftrags

Viele Kollegien haben sich inzwischen auf den Weg gemacht, die Angebote des Gemeinsamen Lernens auszubauen und den weiteren Gestaltungsprozess hin zu einer inklusiven Schule zu koordinieren. Dabei kristallisiert sich zunehmend heraus, dass Schülerinnen und Schüler mit herausfordernden Verhaltensweisen Schulen bei diesen Bemühungen an ihre Grenzen bringen.

Anliegen unseres Leitfadens „Umsetzung des inklusiven Bildungsauftrags unter besonderer Berücksichtigung von Schülerinnen und Schülern mit herausfordernden Verhaltensweisen″ ist es, Kollegien zu unterstützen, den vielfältigen Anforderungen eines inklusiven Bildungsauftrags gerecht zu werden und auch Kindern und Jugendlichen mit herausfordernden Verhaltensweisen ein inklusives Bildungsangebot zu bieten.


Regionale Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner

Für die Förderschwerpunkte „Emotionale und soziale Entwicklung“, „Lernen“ sowie „Sprache“ wurden bei der Bezirksregierung Münster Arbeitsgruppen eingerichtet. Die Mitglieder der Arbeits­gruppen stehen als regionale Ansprech­partner zur Verfügung. Der Kontakt kann sowohl über die Inklusions­­fach­beraterinnen und -fach­berater als auch über die Inklusions­­koordina­torinnen und -koordinatoren des jeweiligen Schul­­amtes oder über die Koordi­­natorin und Ansprech­­partnerin in der Bezirks­regierung Münster hergestellt werden.

Förderschwerpunkt Emotionale und soziale Entwicklung
„ESE-AG“

  • Barbara Strumann (Koordinatorin und Ansprechpartnerin in der Bezirksregierung), E-Mail: Barbara Strumann
  • Daniel Löpenhaus und Barbara Rotherm (Kreis Borken, Kontakt über 02861 821349)
  • Ralf Forreiter (Stadt Bottrop, Kontakt über 02041 704521)
  • Marietta Stapper und Anke Kampelmann (Kreis Coesfeld, Kontakt über 02541 184208)
  • Astrid Geipel (Stadt Gelsenkirchen, Kontakt über 0209 1692159)
  • Jens Wedekind (Stadt Münster, Kontakt über 0251 4924066)
  • Tanja Trittschack und Oliver Bautz (Kreis Recklinghausen, Kontakt über 02361 532079)
  • Klaus Wenzel und Janet Helmes (Kreis Steinfurt, 02551 69-1535)
  • Nicola Haas und Rainald Papen (Kreis Warendorf, 02581 534101)

Förderschwerpunkt Lernen „AG Lernen“

  • Natascha Stahl-Morabito (Koordinatorin und Ansprechpartnerin in der Bezirksregierung), E-Mail: Natascha Stahl-Morabito 
  • Günther Stegemerten (Kreis Borken, Kontakt über 02861 821349)
  • Michaela Schalk (Stadt Bottrop, Kontakt über 02041 704521)
  • Beate Balzer (Kreis Coesfeld, Kontakt über 02541 184208)
  • Ursula Backhaus (Stadt Gelsenkirchen, Kontakt über 0209 1692159)
  • Andreas Born (Stadt Münster, Kontakt über 0251 4924023)
  • Julia Franken, Bastian Wozniak und Markus Ortmann (Kreis Recklinghausen, Kontakt über 02361 532079)
  • Vera Tegtmeier (Kreis Steinfurt, 02551 69-1535)
  • Anne Butz und Yvette Frehe (Kreis Warendorf, 02581 534101)

Förderschwerpunkt Sprache „AG Sprache“

  • Sabine Schillack (Koordinatorin und Ansprechpartnerin in der Bezirksregierung), E-Mail: Sabine Schillack
  • Heike Brüning (Kreis Borken, Kontakt über 02861 821349)
  • Henriette Schneider (Stadt Bottrop, Kontakt über 02041 704521)
  • Doris Pohlkemper (Kreis Coesfeld, Kontakt über 02541 184208)
  • Henrike Droste (Stadt Gelsenkirchen, Kontakt über 0209 1692159)
  • Magdalene Beermann (Stadt Münster, Kontakt über 0251 4924023)
  • N.N. (Kreis Recklinghausen, Kontakt über 02361 532079)
  • Ingrid Risse und Stefanie Höpfner (Kreis Steinfurt, 02551 69-1535)
  • Claudia Meyer und Anja Schier (Kreis Warendorf, 02581 534101)

Unterstützung in den Fächern

Durch multiprofessionelle Arbeitsgruppen unter Einbeziehung einer Hochschule werden in den Fächern Englisch, Mathematik und Sport Module entwickelt, die von Kolleginnen und Kollegen auf ihre Wirksamkeit überprüft werden. Im Anschluss werden die Moderatoren der Kompetenzteams in die Arbeit mit den Modulen eingeführt. Für das Fach Englisch ist dieser Prozess abgeschlossen, so dass Schulen diese Module in den KTs abrufen können.

Die anderen Unterrichtsfächer sind derzeit in der Erarbeitung.

Die Fallclearingstelle

Schülerinnen und Schüler mit besonderen emotionalen und sozialen Problemlagen bedürfen neben der schulischen Beratung häufig vieler weiterer interdisziplinärer Hilfen. Im Einzelfall macht es Sinn, alle beteiligten Fachkräfte an einen Tisch zu holen, um gemeinsam zu beraten, welcher Weg den größten Erfolg in Aussicht stellt, zum Beispiel wenn Maßnahmen der Jugendhilfe an schulische Maßnahmen gekoppelt werden oder wenn viele bisherige Maßnahmen nicht zum Erfolg geführt haben.

Eine schulische Fallclearingstelle ist ein multiprofessionelles, einzelfallorientiertes Fach- und Beratungsgremium aus den Bereichen Schule, Gesundheits- und Jugendhilfe. Es besteht aus ständigen Mitgliedern der beteiligten Professionen und fallbezogenen Teilnehmern.

Die ständigen Mitglieder der Fallclearingstelle sind

  • das Amt für Kinder, Jugendliche und Familien,
  • Vertreter der jeweiligen Schulaufsicht,
  • Schulpsychologische Beratungsstellen und
  • der Schularzt beim Amt für Gesundheit.

 Die Fallverantwortlichen sind

  • Mitarbeiter der Schule (Klassenlehrerin, gegebenenfalls die Schulleitung, Schulsozialarbeit) und
  • die zuständige Bezirkssozialarbeiterin, oder der zuständige Bezirkssozialarbeiter.

Ziel der Beratung ist eine frühzeitige und regional orientierte Hilfestellung im jeweiligen Einzelfall. Im Beratungsprozess werden pädagogische, jugendhilferechtliche, psychologische, schulrechtliche, medizinische und ordnungsrechtliche Fragestellungen zur Entwicklung möglicher Lösungswege thematisiert. Sie ist dabei den Leitzielen und der Inklusion und Prävention verpflichtet.

Die Einrichtung von Fallclearingstellen in den Schulamtsbezirken ist erwünscht. Sie können auf dem Weg zu einem inklusiven Schulsystem ein hilfreiches Unterstützungssystem sowohl für die allgemeinen Schulen als auch für die Schülerinnen und Schüler sein.

Die zuständigen Ansprechpartner der Bezirksregierung Münster zur Einrichtung einer Fallclearingstelle finden Sie in der Ansprechpartnerliste. 


Das LWL-Beratungshäuser

Im Zuge der UN-Konvention werden immer mehr Kinder und Jugendliche inklusiv gefördert. Durch die Bündelung verschiedener Fachkompetenzen in interdisziplinären Teams bieten die LWL-Beratungshäuser in Gelsenkirchen und Münster Kindern und Jugendlichen, Eltern, Erzieherinnen und Erziehern sowie Lehrkräften Information, Beratung und Unterstützung.

Das Angebot erstreckt sich dabei auf Kinder und Jugendliche mit verschiedenen Handicaps, u. a.

  • Autismus
  • Sehen
  • Hören und Kommunikation
  • Sprache
  • körperliche und motorische Entwicklung

Information, Beratung und Unterstützung in folgenden Bereichen:

  • Frühförderung
  • Übergang Grundschule – Sekundarstufe I
  • Komplexe Behinderungsbilder
  • Pflegemanagement in der Schule
  • Förderung in der KiTa
  • Übergang Schule – Beruf
  • Unterstützte Kommunikation
  • Nachteilsausgleich
  • Einschulung (Schulwahl etc.)
  • Hilfsmittel
  • Individuelle Unterstützungsmöglichkeiten
  • Eltern- und Kindangebote

Ansprechpartner

LWL-Beratungshaus
Bröderichweg 33
48159 Münster

Telefon: 0251 2105-400
Telefax: 0251 2105-401

LWL-Beratungshaus Gelsenkirchen
Lasthausstraße 8
45894 Gelsenkirchen

Telefon: 0209 9305-160
Telefax: 0209 9305 161


Neue schulischer Lernorte

Die Entwicklung hin zu einem inklusiven Schulsystem erfordert einen stetigen Um- und Ausbau der bestehenden schulischen Angebote. Das 9. Schulrechtsänderungsgesetz ist dafür die derzeitige gesetzliche Grundlage. Der § 132 (3) SchulG) dieses Gesetzes eröffnen im Zuge der Auflösung von Förderschulen zum Beispiel Möglichkeiten für die Entwicklung „neuer schulischer Lernorte“, was ein besonders Novum darstellt.

„Für Schülerinnen und Schüler mit einem besonders ausgeprägten, umfassenden Bedarf an sonderpädagogischer Unterstützung im Förderschwerpunkt Emotionale und soziale Entwicklung können öffentliche und freie Schulträger (…) mit Genehmigung der oberen Schulaufsichtsbehörde einen schulischen Lernort einrichten. Dieser kann als Teil einer allgemeinen Schule oder als Förderschule geführt werden. Darin werden Schülerinnen und Schüler befristet mit dem Ziel unterrichtet und erzogen, sie in Abstimmung mit ihrer Schule auf die baldige Rückkehr vorzubereiten. Die Kinder und Jugendlichen bleiben Schülerinnen und Schüler der allgemeinen Schule.“ (§ 132 (3) SchulG)

Im Regierungsbezirk Münster können für Schülerinnen und Schüler des Gemeinsamen Lernens, die einen besonders ausgeprägten, umfassenden Bedarf an sonder­pädagogischer Unterstützung im Förderschwerpunkt Emotionale und soziale Entwicklung gemäß §15 AO-SF haben, unter bestimmten Bedingungen „neue schulische Lernorte“ eingerichtet werden.

Das pädagogische Konzept eines schulischen Lernortes wird dabei in gleichberechtigter Kooperation zwischen Schulträger, Jugendhilfe und Schule entwickelt und berücksichtigt die, in der Bezirksregierung Münster festgelegten Standards:

  • Ein Team aus Sonderpädagogen, Fachlehrkräften der allgemeinen Schule, Sozialpädagogen und Schulpsychologen sichert die Beschulung und Betreuung an diesen schulischen Lernorten sowohl nach sonderpädagogischen Standards, als auch entsprechend des Bildungsgangs der jeweiligen Stammschule. So kann der angestrebte Bildungsabschluss weiterhin angestrebt und erreicht werden.
  • Durch einen regelmäßigen Austausch zwischen Stammschule und schulischem Lernort bleiben die Kontakte erhalten und die Entwicklung der Schülerin oder des Schülers wird in gemeinsamer Verantwortung begleitet. Während der gesamten Zeit wird somit eng mit der Heimatklasse der Schülerinnen und Schüler gearbeitet, auch indem die Unterrichtsinhalte sich an den Inhalten der Stammschule und der Heimatklasse orientieren. So wird eine weitere erfolgreiche Beschulung an Stammschule vorbereitet und entspricht der weiter auszubauenden „Kultur des Behaltens“ eines inklusiven Schulsystems.
  • Jugendhilfemaßnahmen finden als fester Bestandteil am neuen schulischem Lernort statt. Die Rückschulungsphase beginnt zu einem festgelegten Zeitpunkt.
    Die Einrichtung neuer schulischer Lernorte nach entsprechenden Standards ist in allen Schulamtsbezirken erwünscht. Sie können auf dem Weg zu einem inklusiven Schulsystem ein hilfreiches Unterstützungssystem sowohl für die allgemeinen Schulen als auch für die Schülerinnen und Schüler sein.

Der neue schulische Lernort in Münster nach §132 des Schulrechts­änderungs­gesetzes

Der schulische Lernort „Schule an der Beckstraße“ ist ein integraler Bestandteil des inklusiven Schulsystems der Stadt Münster. Zu ihm gehören sowohl die „Villa Interim“ als auch das intensivpädagogische Angebot in den Klassen 1–6 (Brückenhaus) und in den Klassen 7–10 (Laerer Landweg). Alle Angebote zeichnet gemeinsam aus, dass jeweils multiprofessionelle Teams den Schülerinnen und Schülern mit extremen Lebens- und Schulbiographien zur Seite stehen und diese in ihrer Entwicklung fördern und eng begleiten. Die Konzepte der oben genannten Lernorte, zum Beispiel zu Aspekten der Kooperation im multiprofessionellen Team, der Arbeit mit der Stammschule und zur Ausprägung der täglichen Arbeit, wurden für jeden Lernort gezielt entwickelt.

Die „Villa Interim“ wurde bereits im Jahr 2011 als Lernort für die Sekundarstufe eingerichtet. Bis zu 12 Schülerinnen und Schüler mit sonderpädagogischem Unterstützungsbedarf im Förderschwerpunkt Emotionale und soziale Entwicklung werden von einem Team bestehend aus Lehrkräften der allgemeinen Schule und der Förderschule und einem Sozialpädagogen extern beschult. Die hohe Präsenz der Schulpsychologie in der „Villa Interim“ ermöglicht auch dieser Profession eine besonders intensive Beziehungsarbeit mit den Schülerinnen und Schülern der „Villa Interim“. Der besondere Mehrwert entsteht grundsätzlich durch das psychologische Knowhow, die Diagnostik und die systemische Sichtweise, die die Schulpsychologie in das multiprofessionelle Team einbringt. Die Vorbereitung der Rückkehr beginnt mit dem Tag der Aufnahme; der Kontakt zur Stammschule bleibt ununterbrochen bestehen.

Das „Brückenhaus“ und der „Laerer Landweg“ eröffnen eine längere zeitliche Perspektive als die „Villa Interim“ es vorsieht. Das „Brückenhaus“ ist ein intensiv­pädagogisches Angebot für die Klassen 1–6 und ebenfalls als multiprofessionell ausgestatteter Lernort konzipiert. Hier werden maximal 15 Kinder in sogenannten „Lerninseln“ beschult. Für Schülerinnen und Schülern mit extremen Lebens- und Schulbiographien der Klassen 7–10 wurde der „Laerer Landweg“ als Lernort konzipiert. Hier werden bis zu 30 Schülerinnen und Schüler im Sinne einer „Werkstatt-Schule“ unterrichtet, begleitet und erzogen.

Alle Kinder bleiben Schülerinnen und Schüler ihrer Stammschule mit dem Ziel, sie nach ihrer Stabilisierung auf die Rückkehr dorthin vorzubereiten.


Nachteilsausgleich

Schülerinnen und Schüler mit Behinderungen beziehungsweise mit sonderpädagogischem Unterstützungsbedarf, die Abschlüsse der Bildungsgänge der allgemeinen Schule anstreben, haben zur Kompensation der durch die Behinderung entstehenden Nachteile Anspruch auf Nachteilsausgleich – sowohl im Unterricht und bei Klassenarbeiten/Klausuren als auch in den zentralen Abschlussprüfungen nach der 10. Klasse, in Fachhochschulreifeprüfungen, in schulischen Berufsabschlussprüfungen und im Abitur.


Unterricht gemeinsam gestalten – Differenzierungsmatrix

In enger Zusammenarbeit mit Prof. Dr. Ada Sasse sind einige Schulen in der Bezirksregierung fortgebildet worden um in ihren Systemen mit dem Konzept der gemeinsamen Unterrichtsgestaltung und der Anwendung von Differenzierungsmatrizen zu arbeiten.

Dieses Konzept sieht die Planung von Unterricht im Team unter dem besonderen Blickwinkel der Differenzierung vor. Alle Schülerinnen und Schüler arbeiten am gleichen Thema, sie erhalten jedoch Aufgaben und Materialien auf unterschiedlichen Anforderungsniveaus. Durch die Differenzierungsmatrix lassen sich auch die Arbeitsergebnisse und der Lernzuwachs aller Schülerinnen und Schüler darstellen.

Die Schulen arbeiten darüber hinaus eng zusammen. Sie werden in diesem Projekt von Inklusionsmoderatoren begleitet und tauschen ihre Arbeitsergebnisse zukünftig auch auf einer Online-Plattform aus. 

Kooperation Gymnasium – Förderschule

Im Regierungsbezirk Münster sind im Schuljahr 2014/15 einige Gymnasien und Förderschulen aus dem Umfeld eine Kooperation eingegangen. Die jeweils aus einem Gymnasium und einer Förderschule bestehenden Teams aus Bocholt, Bottrop, Datteln, Gelsenkirchen, Reken, Stadtlohn, Steinfurt und Warendorf haben Gespräche aufgenommen, Projektideen entwickelt und sich Gedanken gemacht wie sich Schüler der beiden Schulformen näher kommen können.

„Solche Kooperationen können nur durch das Engagement und die Kreativität von Lehrkräften und der Schulgemeinde gelingen“, sagte Regierungspräsident Prof. Dr. Reinhard Klenke bei einem Treffen der Partnerschulen. „Ich hoffe, Ihr Lohn wird aus vielen gemeinsamen Unterrichtsstunden, miteinander veranstalteten Events oder Klassenfahrten bestehen und Ihnen das Gefühl geben, dass Inklusion gelingen und uns alle bereichern kann“.

Die von den Teams unterschriebenen Vereinbarungen verankern die Kooperation zwischen den Schulen als ein verbindliches Element der Schulentwicklung in den Schulprogrammen der beiden Schulen. Lehrkräfte, Eltern und Schülerinnen und Schüler setzen sich dafür gemeinsam ein.


Hospitationsschulen

Im Zusammenhang mit der Weiterentwicklung der inklusiven Strukturen des Schulsystems durch das 9. Schulrechtsänderungsgesetz hat das Ministerium für Schule und Weiterbildung die obere und untere Schulaufsicht beauftragt, Schulen zu benennen, die aufgrund ihrer Erfahrungen in der Lage sind, Anregungen für andere Schulen zu geben. Dies soll vor allem in Form von Hospitationsangeboten geschehen.

Weitere Informationen zu Hospitationsschulen und eine Übersicht der Schulen im Regierungsbezirk erhalten Sie hier:

karte karte Kreis Borken Stadt Bottrop Kreis Coesfeld Stadt Gelsenkirchen Münster Kreis Recklinghausen Kreis Steinfurt Kreis Warendorf

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